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Weiße Kraft in fatalem Bedeutungskontext
Unilever hat mit der globalen Kampagne “White Power” in der Türkei für große Aufmerksamkeit gesorgt. Was Unilever übersehen hat: “White Power” ist ein in der Neonazi-Szene verwendeter Begriff. Auch wenn nur wenige Personen in Kenntnis darüber sind, so wissen es zumindest diejenigen, die einer bestimmten Gruppierung angehören. Wenn demnach ein Großkonzern in der Türkei ein Plakat mit weißen Europäern darstellt – dies ist schon eine Gratwanderung – und obendrein von der weißen Kraft spricht, kann dies sehr leicht zur Provokation führen, die an der intendierten Werbebotschaft vorbeizielt. Bedeutungen entstehen im sozio-kulturellen Kontext – und auch der Tradition und Historie. Dieser wurde dabei eindeutig vernachlässigt.
Globale Kampagnen in mehreren Ländern unadaptiert zu belassen, kann für die Reputation des Unternehmens oder der Marke negative Folgen haben.
Ihre Charlotte Hager von comrecon°
Beitrag auf NRW vom 7.8.09
Artikel in Der Standard vom 7.8.09
Facebook Gruppe “Stop racist Unilever-Campaign in Austria”
The Blogpaper vom 19.8.09
]]>Bei der dieser Botschaft gilt es, den aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmen zu beachten: Stellen werden abgebaut, der eigene Job ist womöglich gefährdet. Menschen wollen Verluste und Risiken vermeiden – eine Botschaft, dass etwas nicht stimme, wirkt in diesem Kontext umso negativer. Die Frage impliziert eine Aufforderung und mutet rhetorisch an. Handlung ist also gefordert – auch, wenn die Konsequenzen nicht schwarz auf weiß vorhanden sind, so werden diese doch in den Gehirnen automatisch ausgelöst.
Das Management hat Zeichen in einem kritischen Kontext falsch verwendet. Dies belegen auch eindrucksvoll die vielzähligen Meldungen in den Medien.
Links zur Berichterstattung in
Ihre Charlotte Hager von comrecon°
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