redux-framework domain was triggered too early. This is usually an indicator for some code in the plugin or theme running too early. Translations should be loaded at the init action or later. Please see Debugging in WordPress for more information. (This message was added in version 6.7.0.) in /www/htdocs/w00a383b/2023.comrecon.com/wp-includes/functions.php on line 6170insert-headers-and-footers domain was triggered too early. This is usually an indicator for some code in the plugin or theme running too early. Translations should be loaded at the init action or later. Please see Debugging in WordPress for more information. (This message was added in version 6.7.0.) in /www/htdocs/w00a383b/2023.comrecon.com/wp-includes/functions.php on line 6170SEMPL is a must-attend conference for everyone who wants to stay in touch with the latest marketing, media and communication trends. Charlotte Hager presents “Planet Audio 2025”: Think the Present, Model the Future! A creative mixed-method approach of Online Forums and Lego® Serious Play® Workshops. Für mehr Informationen zur Konferenz klicken Sie hier.
Am 12. November 2019 leitet Charlotte Hager auf der internationalen Marktforschungskonferenz ESOMAR einen Workshop: Think the Present, Model the Future! A creative mixed-method approach of Online Forums and Lego® Serious Play® Workshops, which predicts the future of audio usage in 2025. Registrierung und weitere Informationen finden Sie hier.
Auch heuer sind wir wieder Aussteller und Referenten auf der Marktforschungsmesse Research & Results. Besuchen Sie uns auf Stand 175 und nehmen Sie an unserem Workshop teil: “Gegenwart denken, Zukunft gestalten!” Wir stellen einen kreativen Mixed-Method-Ansatz aus Online-Foren und Lego®-Workshops vor. Hier geht’s zur Besucheranmeldung.
Für die meisten war es schon lange her, dass sie zuletzt mit LEGO® „gespielt“ haben. Deswegen haben wir uns zuerst mit einer einfachen Aufgabe eingestimmt. Es wurde ein Turm gebaut: so hoch wie nur möglich. Danach wurde das Besondere am eigenen Modell erklärt und ein paar Bauwerke wurden der Gruppe vorgestellt.

Bei LEGO® Serious Play®, kurz LSP, geht es darum, unbekannte Gedankenstrukturen anzuzapfen und neue Verhaltensmuster zu bedienen. Und genau das haben wir an diesem Nachmittag versucht zu vermitteln. Durch die besonders stark ausgeprägte Hand-Hirn-Verbindung können wir Dinge be-greifbar machen und andere Sichtweisen erkennen, die wir im üblichen Brainstorming nicht wahrnehmen würden.[/cs_text][cs_text class=”cs-ta-left”]
Jeder Teilnehmer baute ein LEGO®-Modell, um sich mit diesem vorzustellen: “Wer bin ich und was zeichnet mich beruflich aus?” Damit wurde es etwas schon etwas schwieriger, aber unsere Teilnehmer hatten es schnell heraus. In weniger als 5 Minuten wuchsen Gedanken in Form kleiner LEGO®-Modelle heran und erstmalig wurde auf ganz andere Weise erklärt, wer man eigentlich ist.
“Ich habe ein Schnellboot gebaut, da ich mich schnell mit vielen und großen Informationsmengen beschäftige. Ich bin sozusagen der Steuermann durch die Infos und das Wissen. Und ich sammle alles auf.”
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Unsere Teilnehmer konnten plötzlich mit den Händen denken. Aussagen wie: „Ich hatte keine Ahnung, was ich bauen soll, aber meine Hände haben mich geleitet …“ zeigen die Wirkkraft dieser speziellen Methode.
LEGO® Serious Play® ist ein universell einsetzbares Tool, welches Spaß macht, extrem produktiv ist und oft in kurzer Zeit zu vielen neuen Ideen und Ansätzen führt.[/cs_text][cs_text class=”cs-ta-left”]
[/cs_text][cs_text class=”cs-ta-left”]Noch mehr Fotos gibt es auf unserer facebook-Seite[/cs_text][x_slider animation=”slide” slide_time=”5000″ slide_speed=”1000″ slideshow=”true” random=”false” control_nav=”false” prev_next_nav=”true” no_container=”true” ][x_slide]
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Marken sind im Vergleich zu Nicht-Marken verdichtete Information, Zusatzinformation, Minimierung des Kaufrisikos, Orientierungshilfe, Wiedererkennbarkeit, Vertrauen, emotionaler Anker, Abgrenzung und Wertsteigerung.
Marken sind aufgeladene Zeichen, Bedeutungsträger, die Konsumenten beantworten, warum sie etwas kaufen sollen – nicht nur auf Produktnutzenebene, sondern auch auf der Motivebene, den höher gelagerten Lebenszielen sowie im Umfeld der Konkurrenzmarken. Sie haben ihre narrative Struktur auf der konnotativen Ebene. No Names kommunizieren rein auf der denotativen Ebene. Das Zeichenhafte entsteht erst durch den Interpretant. No Names definieren sich rein über ihren Gebrauchswert und ihre Funktion.
Marken repräsentieren kulturelle Ideale, erstrebenswerte Zustände, Belohnungen, Identität, die sich auf den Besitzer überträgt, Vermittlung von Werten, die von Personen angestrebt werden.
Marken und ihr Zeichen- und Coderepertoire entstehen, man kann sie nicht „machen“. Man kann sie designen, aber sie entwickeln sich im Lauf der Zeit und können auch nur aus ihrer Historie heraus erklärt werden. Sie erzählen Geschichten und haben eine Markenpersönlichkeit, die sich durch Handlungen und Kommunikation ausdrückt.
Marken sind Zeichensysteme, da sie aus einer Vielzahl an Zeichen bestehen. Ein Zeichensystem, das in sich kohärent sein sollte. Und das nicht nur durch die grafische und werbliche Erscheinung, sondern auch durch das Verhalten der Kommunikationsträger im wörtlichen Sinne: z.B. BMW kommuniziert nicht nur durch das Corporate Design, es ist auch der Händler oder der Werkstättenbetreuer, der mich bedient. Zeichen entstehen auf unterschiedlichen Ebenen und werden auch über diese vermittelt – Kommunikation, Darstellung, Verhalten, Angebot etc.
Marken sind bewusst geformte Objekte, die einen bestimmten Zeichencharakter besitzen. Marken stehen für verschwiegene Wünsche. Sie bilden unmittelbar soziale Realität ab.
Marken müssen eigenen Codes entwickeln, ein bestimmtes Zeichenrepertoire aufweisen. Die Semiose der Marke und ihrer Codes führt zur Einzigartigkeit. Das Zeichenrepertoire setzt sich aus mehreren Ebenen zusammen: visuell, verbal, akustisch, Sprache, Schrift, Musik, Farbe, Ästhetik etc.
Aus Sicht der Semiotik gibt es keinen Unterschied, ob die Marke ökonomisch oder nicht-ökonomischer Natur ist – da es ja um die Zeichen und deren Bedeutung geht. Im Falle von Politikern: Es gibt die breite Masse der Politiker und es gibt z.B. Barack Obama oder Angela Merkel – sie repräsentieren etwas, stehen für etwas bzw. eine Partei und eine bestimmte Denkweise. Die setzen Zeichen und manifestieren die Eigenschaften einer Marke in sich: Differenzierung, Individualisierung, Wiedererkennbarkeit, Verlässlichkeit ihrer Handlungen.
Bei der Entwicklung einer Marke muss man die Zusammenhänge der Unternehmensstrategie mit dem Markt, der Gesellschaft und den kulturellen Kontexten, in denen die Marke erfolgreich sein soll, abklären. Eine gute Marke hat eine Markenstrategie und eine Markengestalt. Die Strategie beinhaltet Faktoren des Erfolges hinsichtlich Markttrends, Entwicklungspotenziale von Produkt und Unternehmen, aber auch den gesellschaftlichen Wertewandel. In der Markengestalt manifestieren sich emotionale und kulturelle Zeichen mit Konstanz.
Marken machen Emotionen, geben Sicherheit und Orientierung in einer unüberschaubaren Produktvielfalt. Das Markenversprechen gibt den Menschen ein Stück „Heimat“, das Gewohnte – mit seiner Marke fühlt man sich wohl oder kann die gewünschten Ziele erreichen. Durch die Markierung schaffen gute Marken einerseits Unterscheidung und andererseits Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft gleichermaßen. Marke kann in diesem Sinne als Sozialcode verstanden werden, eine binäre Codierung im Sinne eines Drinnen und Draußen. Sie haben die Funktion neuzeitlicher Totems. Ihre Macht besteht darin, unsere eigene Wahrnehmung zu bestimmen und auch wie wir selbst wahrgenommen werden (wollen).
Marken sind ökonomische und soziokulturelle Phänomene – womit sie auch Verantwortung tragen. Verantwortung für das Handeln ihrer Verwender. No-Names tragen diese Verantwortung nicht in sich. Sie bieten meist nur den rationalen Vorteil über den Preis.
Markenmanagement beginnt im Kopf der Menschen. Das macht es nicht leicht, da sich Verhaltensweisen der Menschen im gesellschaftlichen Umfeld immer wieder ändern und auch die Medienlandschaft von immer größer werdender Vielfalt geprägt ist. Markenkommunikation hat zur Aufgabe, aus gleichen Produkten verschiedene Marken und damit Bedeutungsangebote, Zeichensysteme zu generieren. Marken sind Teil der Kultur und eingebettet in die Werte und Vorstellungen einer Gesellschaft. Menschen folgen unterschiedlichen Motiven, die durch verschiedene Marken bedient werden sollen. Sie bilden einen Pool an Superzeichen, mit denen sich Konsumenten markieren wollen. Umso wichtiger ist es, die Bedürfnisse und Motive der Menschen zu erkennen und anzusprechen. Markenmanagement ist Management der richtigen Codes im Wandel der Gesellschaft, der Kultur, der Werte, des Marktes, der Rahmenbedingungen. Ziel ist es, einen semiotischen Mehrwert zu erzielen.
Management von Marken bedeutet auch, den Markenstatus und das Markenpotenzial sowie die Kontaktpunkte der Marke zu erfassen. In der Marktdiagnose von comrecon° analysieren wir Marken auf unterschiedlichen Ebenen, um das Phänomen ihrer Funktionsweise begreifbar zu machen: Analyse der Syntax der Marke (Logo, CD, Schrift, Farbwelt, Verhalten, Shop-Gestaltung etc.), semantische Bedeutungsmöglichkeiten der Marke und die Pragmatik der Marke (Zeichenverwendung in der Zielgruppe). Die qualitativen Methoden der Markt- und Motivforschung helfen, in die Denkweisen der Menschen einzudringen: Persönliche Dialoge, Tiefeninterviews, Expertengespräche, Milieustudien, Begleitungen im Alltag oder Focus Groups ermöglichen es, die Bedürfnisse zu erkennen und Motive in ihren Verwendungszusammenhängen aufzudecken.
Es ändern sich laufend die Rahmenbedingungen, die Kommunikation und damit auch das Verbraucherverhalten! Wenn sich Unternehmen nicht anpassen bzw. dies nicht erkennen, werden es ihre Marken schwer haben, den Bedürfnissen gerecht zu werden.
Viele Unternehmen leben noch Marketing 1.0 mit Fokus auf dem Produkt. Marketing 2.0 hat den Fokus am Verbraucher und definiert den Wert des Produktes. Marketing 3.0 muss aus Sicht von Kotler – und ich stimme ihm dabei voll zu – beim Menschen ansetzen! All die Diskussion um das Wesen „Konsument“ und „Verbraucher“ wirken absurd. Es handelt sich um Menschen, um Communities, die gleiche Bedürfnisse und Erwartungen haben und den gleichen Werten folgen. Unternehmen und auch Marktforscher sind gefordert, Menschen als Ganzes wahrzunehmen, in ihren Alltag eingebettet und nicht situativ losgelöst. Unternehmen und Marken sind Teile eines Gesamtsystems mit vielen Einflussfaktoren. Nur durch Beobachten, Erkennen und Verstehen sind wir künftig in der Lage, Bedürfnisse und Erwartungen zu befriedigen. Dies untermauert einmal mehr die Verantwortung von Marken für die Entwicklung von Produkten in gesättigten Märkten. Wir leben nicht nur im Zeitalter der Transparenz, sondern auch der Mitwirkung. Wir sind Prosumenten, die miteinander kommunizieren und interagieren und keiner Unternehmenshörigkeit folgen. Verbraucher sind keine Einzelpersonen mehr. Sie sind Netzwerke! Marketing findet auch zwischen den Verbrauchern statt! Verbraucher sind die neuen Besitzer und Botschafter der Marken. Das müssen wir erkennen und das Management der Marken anpassen.
Das Verstehen von Marken wird immer komplexer. Grund dafür sind neue Kommunikationsmöglichkeiten und -kanäle. Dabei das Phänomen Marke zu erklären, bedarf eines komplexen Analysemodells.
Das Bestreben von comrecon° ist es, mit Hilfe der Semiotik und der Marktdiagnose, kohärente Markenwelten und damit starke Positionierung und Abgrenzung gegenüber anderen Marken herzustellen. Die Wahl der richtigen Zeichen und Codes ist entscheidend für die Bedeutungsvermittlung und Wahrnehmung.
Aus meiner Sicht dient (semiotische) Marktforschung dem Zweck, den Menschen die Marken, Produkte und Sinnangebote zu bieten, die sie in ihrem Alltag zur (übergeordneten) Zielerreichung benötigen und suchen. Marken können in diesem Sinne als Sinnstifter fungieren und tragen damit wie bereits weiter oben erwähnt soziale Verantwortung in sich.
]]>Der Neuromarketing-Kongress 2014 am 22. Mai hatte ein sehr zeitgemäßes Thema. Es sollte die Frage beantwortet werden, wie man die Sehnsucht des Konsumenten nach Einfachheit bedient und so Vertrauen schafft. Wie schaffen wir es, den Gehirnen der Menschen leichter zu machen, die Marken-Botschaften wahrzunehmen und zu speichern?
Der Kongress bot aus meiner Sicht in diesem Jahr keine wesentlich neuen Insights, es wurden vielmehr Erkenntnisse aus einer anderen Perspektive dargeboten. Schade, denn gerade von dieser Disziplin erwartet man sich immer Neues – und wenn es spannende Cases von Unternehmen wären.
Der Einstieg von Prof. Dörner zum Umgang mit Komplexität wurde in einfachen Worten als Geschichte erzählt. Learnings: Die selben Handlungen haben nicht immer den selben Effekt. Warum? Weil sie immer von anderen Bedingungen abhängig sind. Das wissen wir auch schon aus der Systemtheorie. Und auch die Semiotik, die Wissenschaft der Zeichen und Bedeutungen, weiß, dass man Zeichen oder in diesem Fall Handlungen, nicht ohne den Bezugsrahmen oder Einflussgrößen bewerten kann. Es gibt immer Nebenwirkungen und Folgen. Wir sind Gewohnheitstiere und machen liebend gerne immer wieder die gleichen Dinge, weil sie sich bewährt haben, weil wir in der Vergangenheit damit gute Erfahrungen gemacht (gespeichert) haben. Dies nennt man auch Methodismus. Und dieser ist gefährlich, weil er uns Einschätzungsfehler machen lässt oder wie Nassim Nicholas Taleb sagen würde “Schwarze Schwäne” erzeugt. Ich empfehle an dieser Stelle unbedingt das gleichnamige Buch von genanntem Autor, der sich darin mit der Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse befasst.
Was passiert in der heutigen Zeit: Komplexität nimmt zu, Connectivity ebenso. Dies macht die Nebenwirkungen des Systems so schwer voraussagbar und einschätzbar. Nichts hat an sich Allgemeingültigkeit, alles muss innerhalb eines Systems betrachtet werden. Ich hätte mich an dieser Stelle über mehr tiefgründigere Erkenntnisse aus der Wissenschaft gefreut. Auch eine philosophische Sichtweise wäre als Keynote spannend gewesen.
Die beiden Haufe-Mitarbeiter Jennifer Schmid und Bernd Werner hielten einen durchaus spannenden Vortrag in eigener Sache. Sie sprachen über ihre Methodik, um Markenkommunikation erfolgreicher zu machen. Es geht heute vor allem um unique selling feelings! Ja, wir müssen Emotionen schaffen! Sie untersuchten, wie sich der Zusammenhang zwischen Aktivierung und Emotion auswirkt und zeigten, dass das Marketing sich durchaus täuschen kann.

Marketing will immer in das rechte obere Feld. Doch besser ist die Mitte. Ruhige Emotionen haben psychologisch positive Effekte, sie schaffen Markenbindung und Steigerung der Loyalität. Umso simpler die Werbebotschaft und umso mehr wir dem Gehirn helfen zu “sparen”, desto besser können wir diese verarbeiten und uns merken.

Die simpelste Gestaltung einer fiktiven Werbebotschaft (siehe Bild) hatte die höchste Aktivierung und löste das meiste Wohlbefinden aus. Wir stressen Probanden zu sehr mit einem kognitiven (over)load in den Werbebotschaften. Wir haben nunmal nur maximal 2 Sekunden (ich glaube eher nicht mal 1 Sekunde) Zeit, damit die Botschaft durch den Autopilot-Filter hindurchkommen kann. Erst dann geschieht der Schema- und Relevanzabgleich: Brauchen/wollen wir das oder nicht?
Erkenntnis: Denken ist anstrengend, unser Gehirn liebt das Denken nicht. C.G. Jung sagte: “Denken ist schwer, darum urteilen wir meistens.”
Umso wichtiger für die Markenbotschaften: simple, aber nicht einfach, verständlich und nicht nur auffällig. “Simple can be harter than complex.” Steve Jobs.
Also: Denken Sie an Ihre single most important message. Und das mit Fokus auf Ihre Zielgruppe(n)!
Plädoyers für die Marktforschung kamen von Dr. Harschen und Prof. Dr. Schroiff. Es geht darum, Zielgruppen und Menschen zu er-kunden. Wir sollten herausfinden, was Menschen brauchen und was für die User einfach ist.
Prof. Dr. Schroiff machte seinen Titel zum Programm: Die Macht der einfachen Botschaft. Nicht viel Neues, aber gut zusammengefasst. 60-80% der neuen Produkte am Markt floppen nach einem Jahr. Man muss verstehen, dass Marken Beziehungspartner sind, die emotionale Orientierung geben. Das Angebot an den User muss also verständlich inszeniert werden. Nur durch consumer insights kann man relevante Themen identifizieren. Er positioniert auch Marken und Menschen auf der Limbic Map®. So schafft man richtig stimmige Kommunikation – der Meinung sind auch wir. Was wir in der Marketing-Praxis aber leider immer wieder vorfinden: Polytelie = Vielzieligkeit. Die Gründe für dieses Phänomen sind fehlendes Verständnis von Marken, Märkten und Zielgruppen. Marketing hat doch auch mal kein Ziel. Hier kann gute und richtige Marktforschung auch helfen, Orientierung zu schaffen. Wunderbar führt er aus, wie wichtig die Codierung und Inszenierung des Nutzenversprechens sind. Er spricht von “consistent backboning”, wir nennen das semiotische Markencodierung in allen Kanälen.
Humorvollen Gegenpart setzte Dieter Brandes, der groß angelegte Marktforschung mit komplexen Zahlen und Methoden für völlig unsinnig hält. Ja, man sich auch zu Tode analysieren und sich in eine Big Data Hörigkeit verirren. Er rät mehr, den Hausverstand einzusetzen: Einfach mal nachdenken. Und wie sehr sprach er uns aus der Seele, als er vorschlug, Hotelbefragungen mal persönlich vom Management durchzuführen. Ein persönliches 5-Minuten-Gespräch bei einer Tasse Kaffee könnte sowohl mehr Insights als auch mehr Kundennähe bringen. Statt eines mehrseitigen Fragebogens allemal unterstützenswert. Wir sehen das auch so: Marktforschung sollte mehr dazu da sein, echte Bedürfnisse und Motive zu erfassen als momentane Seinszustände abzufragen.
Brandes zeigt auch anhand von Beispielen, dass Auswahl noch mehr verwirrt als dass sie nutzt. Sortimentsreduktion statt -erweiterung sollte das Ziel sein. Aldi hat weniger Auswahl erfolgreich gemacht – man muss nicht lange nachdenken. Komplexität birgt Ungewissheit, die Einfachheit im Sinne einer geringen Auswahl dafür die Gewissheit, was man tun bzw. kaufen muss. “Less is not more, just enough is more.” Milton Glaser
Ein Highlight des Kongresses war aus meiner Sicht der Vortrag von Olaf Hartmann: The power of touch! Ja, multisensuales Marketing und Einbezug der Haptik in die Wahrnehmung von Produkten. Wenn wir es schaffen, Komplexität im wahrsten Sinnen des Wortes be-greifbar zu machen, haben wir einen großen Vorteil im Verkauf. Dazu haben wir uns am gerade richtigen Ort befunden: in der BMW Welt in München. Hier kann man Autos, Stoffe, Give aways und Vieles mehr angreifen und etwas damit tun. Schulkinder sind wie auf Drogen durch die Halle gerannt, um möglichst viel zu er-fahren und Emotionen zu sammeln. Das Umfeld verändert die Wahrnehmung des Produktes. BMW setzt den Markencode “Freude” par excellence ein und um. Die Produkte erhalten durch die Größe der BMW Welt auch noch einen Überlegenheitskick, der Want-Faktor steigt um ein Vielfaches. Und hier eine wunderbare Zahl: Jeder zusätzlich kongruent (!) angesprochene Sinn erhöht die Gehirnaktivität um 1.000% und verdoppelt die Kundenloyalität. Länger berühren schafft mehr Emotion, mehr Eindruck und auch mehr Erlös. Lassen Sie Ihre Kunden Ihre Produkte be-greifen. Aber fordern Sie sie dazu auf, denn wir müssen ja erstmal unsere kulturell geprägte Berührungs-Hemmung überschreiten.
Das zweite Highlight des Tages war der Abschlussvortrag von Prof. Dr. Ullrich, seines Zeichens Kulturhistoriker und Kulturwissenschaftler und aus aus meiner Sicht (auch wenn er es nicht weiß) Semiotiker. Er hat wundervoll humorvoll, geistreich und eloquent Produkte in ihrer Bedeutsamkeit als Teufelszeug oder Ersatzreligion abgehandelt. Wunderbare Beispiele von der Neuauflage des adidas Sneakers “Stan Smith”, adidas Sport Massage Duschgel oder Gota Mineralwasser zeigten uns eindrucksvoll den Spirit, den Produkte und Marken haben können. Er analysierte Bilder auf flickr und tumblr, die User mit ihren adidas Stan Smith gepostet hatten. Die Personen hatten eindeutig ihr Lebensgefühl in den Vordergrund gerückt – genau das, wofür der Schuh schon in den 70er-Jahren stand und jetzt wieder als Emotion aufleben lässt.

Produktdeisgn sagt uns, wie wir Produkte verwenden sollen. Waagen mit Zeiger hatten noch eine andere Funktion als Digitalwaagen heute. Eine solche Waage aus Glas ermahnt uns aufgrund ihres Designs schon zu mehr Disziplin – man hat Angst davor, sich daraufzustellen. Waagen sind zu unerbittlichen Richtern geworden.
Und hier noch ein gutes Wort für die Komplexität: Gute (kongruente) Komplexität schafft durch die vielen vorhandenen Bezüge ein stimmiges Gesamtbild. Stichwort: connectivity, ein Megatrend, den wir beobachten können.
Das adidas Sport Massage Duschgel ist ein wunderbares Beispiel für multisensuales Produktdesign.

User werden auf mehreren Ebenen angesprochen: visuell durch den Namen, das Farbenspiel, das die Augen massiert sowie die Gelstruktur; haptisch:die Noppen der Verpackung massieren schon vor der Nutzung die Hände und das Gel an sich, das mit den Körnern die Haut massiert und auch der Geruch. Für Produkte bedeutet dies in Zukunft noch mehr auf multisensory enhancement zu setzen, um die neuronalen Verstärker einzuschalten.
Die Aussagen der Vorträge von Dr. Kerkau und Dr. Rosenberg blieben mir leider verborgen. Ich bin nur nicht sicher, ob diese zu komplex oder doch zu einfach waren oder einfach den Nutzen und das Neue nicht transportiert haben … Von Dr. Rosenberg haben wir eine Auffrischung des Psychologie-Wissens bekommen: Wir agieren immer multioptionaler und nutzen viele Kanäle parallel. Das macht uns sprunghafter und illoyaler. Wir wollen die optimale Nutzenerfüllung, ohne in die Untiefen der Problemstellung einzudringen. Jeder von uns hat seine eigene Landkarte im Kopf, am stärksten wird diese im ersten Lebensjahr geprägt. Was heißt das: Wir müssen mehr noch die Imprints erforschen als rationale Fakten im Heute. Und dazu braucht man gute Markt- und Motivforscher.
Teilweise alter Wein in nicht immer neuen Schläuchen. Einige Highlights, aber das Thema hätte noch mehr hergeben können, dafür erschien es manchmal zu stark simplifiziert. Zu wenig neue Erkenntnisse aus der Gehirnforschung. “The magic of simplicity” war sehr unmagisch.
Das Buffet super, dieses Jahr von Käfer.
Wer noch in den Twitter-Stream reinlesen will: #neuromarketingkongress.
Wir tweeten unter @comrecon und @charlotte_hager
]]>1. Was steht auf deiner Visitenkarte?
2. Worum geht’s in deinem Job
3. Wie schaut dein Werdegang aus?
4. Ginge es auch ohne deinen Werdegang?
5. Was ist das Coolste an deinem Job?
6. Welche Einschränkungen bringt der Job mit sich?
7. Drei Ratschläge an dein 14jähriges Ich?
Employer Branding bekommt auch aus Sicht der Unternehmen eine neue Dimension. Unternehmen haben nun die Chance, sich als Arbeitgeber zu präsentieren, ihre Vielfalt an Jobs darzustellen. Und vor allem auch, welche Werte gelebt werden.
Wir finden das wunderbar und waren auch im Dezember 2012 vor Ort, um Teil dieser großen Sache zu werden. Ja, wir wollten auch dabei sein und sagen können: Ich war bei whatchado. Und wie das aussieht, seht ihr hier:

Ich wünsche euch auch viel weitere Inspiration auf www.whatchado.net
]]>Wir haben dabei 5 Evolutionsstufen im Change-Prozess identifiziert:

Unsere befragten Unternehmen befinden sich in ganz unterschiedlichen „Organisations-Entwicklungs-Stadien“:
Vorreiter-Unternehmen nutzen auch die so gewonnenen Insights der Fans. Das Schweizer Handelsunternehmen Migros setzt auf die eigene Plattform www.migipedia.ch für Produktbewertungen seiner Kunden. Dieses Feedback fließt zusammen mit der aktiven Beobachtung von Foren und Blogs in die Verbesserung von Angeboten ein.
In Stufe 5 haben wir noch keines der Unternehmen identifizieren können. Die scheint die Zukunft zu sein – wenn Social Business Alltag ist und Organisationen sich entsprechend umorganisiert haben. Was den meisten Unternehmen fehlt: Monitoring, die Messung von KPIs, stärkere Einbindung von CRM, Customer Service, Fachabteilungen, HR, Sales etc. und die schnelle und effiziente Kommunikation in der Krise.
Für Unternehmen und Marken ergeben sich in Social Media große Chancen, die Marke noch stärker zu repräsentieren und die Kommunikation zu lenken. Über Marken wird gesprochen – ob man will oder nicht. Ist man selbst dabei, kann man die Stimmungslage beeinflussen und weiß, welche Themen rund um die Marke beschäftigen.
Social Media eröffnen neue Gesetze der Kommunikation und des Marketing. Aus den Erkenntnissen der Dialoge entwickelten wir ein Social Fitness Modell, das zeigt, wie Marken agieren müssen, um einen entsprechenden Business Impact zu generieren.

Das Modell zeigt, welche Aufgaben Marken erfüllen müssen:
Die 3 Säulen wirken sich direkt (Promise) bzw. indirekt über Content und Service (Commitment & Caring) auf die (Social) Likeability aus. Content und Service sind dabei vor allem wesentlich im Bereich Social Media – wie behandle ich meine Fans und welchen Conten biete ich ihnen im direkten Dialog?
Die (Social) Likeability ist damit die Summe aller Erfahrungen, die man direkt oder indirekt mit der Marke gemacht hat und macht. Diese hat einen enormen Einfluss auf die vier Fächer: Sales, Buzz Potenzial, Employer Branding und Crowd Research. Denn umso höher die Likebility, desto mehr wird sich die Marke verkaufen, desto größer ist die Markenloyalität und damit auch die Bereitschaft, die Marke weiterzuempfehlen, desto höher ist das Involvement der Mitarbeiter und auch der Wunsch anderer, bei der Marke tätig zu werden und auch die Bereitschaft der Kunden oder Interessenten steigt, an Fragestelleungen der Marke/des Unternehmens teilzunehmen.
Der Fächer zeigt deutlich, wie wichtig es ist, dass die Organisationseinheiten eng zusammenarbeiten, um gemeinsam Themen des Unternehmens voranzubringen.
Die Folge steigender Social Likeability sind neben der Ausbildung von Markenbotschaftern eine Steigerung des Involvements und der Markennähe. Die ist vor allem für Unternehmen wesentlich, die im Bereich von No oder Low Involvement angesiedelt sind. Sie haben mit mehr Social Fitness die Chance, in höhere Involvementstufen zu gelangen. Voraussetzung: Die Bedürfnisse und Themen erkennen und in Content und Service einfließen lassen und umsetzen. Dann schließt sich der Kreislauf und die Likeabilty erhöht sich.
Wer im Unternehmen im Lead of Social Communication sein sollte, zeigt sich an der folgenden Grafik der unterschiedlichen Markentypen:

Hier geht’s zum Download der Studie.
Artikel zum Thema auf werbeplanung (29.11.2012)
Artikel zum Thema im WirtschaftsBlatt (29.10.2012)
]]>
Inhaltlich konnte man eine klare Tendenz zu Crowd-Befragungen erkennen. Ob von Q Agentur für Forschung mit den Change Agents, die Innovationen auf Basis des “Design thinking Ansatzes” aus Harvard erarbeiten oder von Dialego, die durch Konsumentenintelligenz und Co-Creation zu echten Innovationen kommen. Management consult versucht, in einer Längsschnittstudie über mehrere Jahre die critical incidents im Kundenlebenszyklus zu identifizieren – immer mehr Forscher nutzen das Wissen Vieler. comrecon° schlägt auch seit 2 Jahren in diese Kerbe – wir erinnern: 2010 wurden wir für Crowd Research zum Innovationspreis nominiert.
Die Zukunft der Marktforschung liegt immer mehr darin, Menschen aktiver einzubeziehen. Wir müssen mehr zu Feldforschern werden, die in den Alltag der Menschen eintauchen, um ihr Verhalten und ihre Wünsche verstehen zu können. Dabei sollte man sich die “Always-on”-Mentalität der heutigen Zeit zu Nutze machen und die vielfältigen Möglichkeiten der Online-Kommunikation ausschöpfen, wie YouGov am Beispiel einer Co-Creation Case-Study zeigt. Auch bei TNS Infratest und Respondi wurde über Erfahrungen mit Online Communities berichtet und vor allem die Vorteile in den Mittelpunkt gerückt: Gerade die Nähe zur Lebenswelt der Befragten sowie die hohe Dynamik und Flexibilität von Online Communities überzeugen. Wie bei allen Methoden ist auch hier ein sinnvoller Einsatz wichtig – Möglichkeiten und Grenzen müssen erkannt werden. Als erste Anhaltspunkte lieferten TNS Infratest hierzu eine Reihe an Do’s und Dont’s aus ihren Erfahrungen. Gut gefallen hat uns in diesem Zusammenhang auch die Methode von Blauw zum “Mobile Crowdsourcing”. Gemeinsam mit Streetspotr nutzen sie eine App, die Smartphone-Nutzer zu Marktforschern macht. Die Crowd erledigt ihnen auferlegte Jobs wie Auslagen einer Geschäftskette im ganzen Land fotografieren, kommentieren und machen Mystery Shopping. 85.000 Streetspotr sind auf den Straßen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz unterwegs und liefern Datenmaterial. Ein kleines Problem gibt’s noch mit dem Sample: Dies sind doch vorwiegend junge Männer (79% Männer) – mit der Verzerrung muss man (noch) leben. Wir finden das innovativ und genial, weil so simpel!
Im Bereich der Markenforschung tut sich auch einiges: Man ist auf der Suche nach der besseren Beschreibung von Markennähe – so stellte die GfK ihr neues Modell der Markenbeziehungen vor. Die Grundlage der wissenschaftlichen Theorie geht auf die Boston University und hier auf Prof. Susan Fournier zurück. Das Messen mit Metaphern ist nicht neu, aber doch gelingt es der GfK, sehr plakativ zu veranschaulichen, wie sich Marken im Mindset der Menschen verankern und wie man diese emotionale Verankerung doch auch verändern kann. Sie haben 27 Beziehungstypen in vier Dimensionen aufgestellt. So geht dies von der “Heimlichen Affäre” über den “bewunderten Freund” oder die “enttäuschte negative Affäre” bis hin zur “Hassliebe”. Doch nicht nur die Markennähe, sondern auch die möglichen Kontaktpunkte mit der Marke sind entscheidend, wie sich die Marke in den Gehirnen verankert.
Zur Touchpoint-Analyse lauschten wir dem Vortrag von EARSandEYES. Richtig: Touchpoints sind moments of truth und oft vielzu sehr vernachlässigt. Alle Touchpoints sind in der Markenwahrnehmung wesentlich – welche wie stark ist je nach Marke unterschiedlich. Die Kenntnis wesentlich. Aus unserer Sicht extrem wichtig, die Shops, Geschäftsstellen. Nicht nur das Verhalten des Personals, auch das Design und die Anmutung, die Sprache der werblichen Zeichen sind aus unserer Sicht essentiell. EARSandEYES zeigt eine rein quantitative standardisierte Bewertung, die sehr gute KPIs für Trackings und Vergleiche liefert. Um wirkliche Veränderungsoptionen aufzuzeigen, bedarf es jedoch tiefer gehender Analysen, wie zum Beispiel der Semiotischen Shop-Analyse: Hier haben wir schon viele Erfahrungen gesammelt, um Markenbild und Auftritt in Einklang mit den Wünschen und Erwartungen zu bringen.
Im TNS Wissens-Forum haben wir nicht nur den besten Cocktail (antialkoholisch) der Messe getrunken, sondern auch dem Kurzvortrag von Eye Square gelauscht. “20 Sekunden für die Marke” beschäftigte sich mit dem Implizit Reaktionszeittest. Ja, auch wir erachten diese Art der Analyse als wesentlich, um die impliziten Markenwerte zu erfassen. Explizit bringt viele momentane Einflüsse zutage, implizit erkennt man auch, wie es um die Reputation bestellt ist.
Als weiteres großes Thema der Messe erwies sich eine innovative und zeitgemäße Darstellung von Daten. Ob in Form von Infografiken, Dashboards, Magazinen oder Filmen – durch alle Vorträge zog sich Einigkeit, dass Powerpoint-Präsentationen alleine nicht mehr genügen. Sowohl beim Vortrag von Rich Harvest als auch von Dapresy stand im Mittelpunkt, erhobene Daten für das ganze Unternehmen verfügbar zu machen und die Möglichkeit zu bieten, Informationen schnell zu verbreiten. Schließlich sind die Aufmerksamkeitsspannen heutzutage immer kürzer, wir sind in allen Lebenslagen immer mehr schickes Design gewohnt und müssen mit unseren Ergebnissen von Marketing, Produktentwicklung bis Senior Management die unterschiedlichsten Zielgruppen ansprechen – warum also passen wir das Informationsdesign nicht individuell an die jeweilige Methode und Adressaten an? Ziel sollte es also sein, “den Daten das Laufen zu lernen”, wie Rich Harvest es auf den Punkt bringt. Ein Fragezeichen blieb für uns allerdings bis zuletzt: Wenn Powerpoint-Präsentationen so abgenutzt sind, weshalb konnte dann keiner der Vortragenden darauf verzichten?
Das Highlight in Sachen Innovationsforschung aus unserer Sicht: markt-consult. 70% der Produktneuheiten floppen! Weil: Nicht relevant, neu oder notwendig. Neu allein ist zu wenig. Die Regeln der Kategorie müssen gewahrt bleiben, der relevante Mehrwert ist notwendig. markt-consult postulieren: Es muss anders geforscht werden. Das unterstreichen wir! Der Spiegel schreibt: “Die Marktforschungsgetriebenheit führte in den 90er zu hässlich praktischen Ladenhütern” – ui, starker Vorwurf. Aber wahrscheinlich auch wahr. Das Problem: Man erforscht nur das heute, es fehlt die Brücke zwischen dem Heute und dem besseren Morgen, man bleibt in existierenden Märkten verhaftet. Das Suchfeld muss also größer werden, man muss im Kontext suchen, ein ganzheitlicher integrativer Prozess ist notwendig. Multi-Sourcing ist ein wesentlicher Faktor: Mafo, Marketing, Produktion, Sales, F&E, Designer, Agentur etc. müssen an einen Tisch. Und ja: Die Semiotische Analyse hat einen wesentlichen Einfluss bei der Betrachtung der Markencodes und der Codes des Frames. Zeichensprache ist im Wandel – welche Wissenschaft ist besser geeignet, dies zu analysieren, als die Semiotik. In Concept und Design Labs werden Designrouten festgelegt, Distinktion und Diskriminierung gegenüber anderen Produkten geschaffen und eine visuelle Positionierung erarbeitet. Innovation kann entstehen!



Statt Einordnung unter Viele, Abheben von den anderen: Wissens-Forum von TNS bot den ganzen Tag Einzelworkshops zu 18 Problemlösungen. Gut gemacht, am Puls der Zeit. #Like
Kulinarisch war die Messe ebenso ein Höhepunkt: So gab es neben Hot Dogs, Brezeln, Hühnerkeulen am grünen Rasen, Gemüselaibchen auch etwas für den süßen Zahn wie Muffins oder Panna Cotta mit Beeren. Auch das Kaffeeangebot hat sich (oh wie sind wir dankbar) wesentlich verbessert: von Nespresso bis Barista alles da – bester Kaffee seit Jahren bei Innofact!
Einige Give Aways waren zwar nett – wie kleine Quietschefrösche und Bälle als Mitbringsel für den Hund – erinnern aber wenig an den Absender.
Eine gelungene Messe mit vielen Inputs, erstmalig viel Kreativität und Innovation und vor allem wesentlich mehr Ausstellern und auch Besuchern. Hurra, die Marktforschung erlebt einen Aufschwung! Wir hoffen, das schwappt über die Grenzen und auch in die Unternehmen. Ja, Marktforscher sollten künftig Teil des Strategie-Teams sein. Sie sind die Kenner der Menschen, der Bedürfnisse, der Märkte und der Optimierungsmöglichkeiten.
marktforschung.de: Research & Results 2012: Von Insightonkeln, Mafotanten und Gummistiefeln
]]>Diese und andere Fragen hört man immer wieder, wenn es um das Thema Markenführung auf Facebook geht. Was ist der Schlüssel zu einer guten Brand Page? Und muss bzw. kann jede Marke seine Fans in gleicher Art und Weise ansprechen?
Diesen Fragen sind wir als Institut für Marktdiagnosen, spezialisiert auf Profiling und Semiotische Analysen, im Auftrag der führenden Buzzmarketing Agentur Österreichs – ambuzzador – nachgegangen.
Als Unternehmen muss man sich immer die Frage stellen, wie weit es Sinn macht, auf Facebook präsent zu sein und wenn ja, in welcher Form. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, eine Fan-Page aufzubauen. Dies hängt vor allem von dem Markenwerten und der Kommunikationspolitik der Marke ab. Im Zuge der Studie haben wir 4 Fanpage-Typen identifiziert.
Die Fanpage-Typen haben unterschiedliche Funktionen in der Kommunikation der Marke. Für welchen Typ sic ein Unternehmen entscheidet, hängt von der Zielrichtung und den Themen der Marke ab.
Zu Beginn der Facebook-Studie haben wir drei Forschungsfragen aufgestellt, die im Folgenden beantwortet werden:
Gibt es in Facebook eigene kommunikative Rituale und Codes?
Marken befinden sich im Spannungsverhältnis zu Facebook. Es stellt sich immer die Frage, wie man die Marke auf dieser speziellen Kommunikationsplattform richtig inszeniert, um glaubwürdig und authentisch wahrgenommen zu werden. Die Botschaften im richtigen Wording und Kontext sind entscheidend.
Marken, die sich nicht im gleichen Werteraum wie Facebook befinden, müssen ihre Werte entsprechend inszenieren – also ihren Stil in Bild und Text entsprechend vermitteln. Dies ist kein leichtes Unterfangen. Dabei passiert es vielen Unternehmen, dass sie ihre Markenwerte vernachlässigen und sich zu sehr an Facebook anpassen – die Marke verliert “ihr Gesicht”. Brand und Social Brand positionieren sich in zwei verschiedenen Werteräumen. Der Auftritt wirkt gekünstelt und nicht authentisch. Die Marke verliert an Glaubwürdigkeit.
Facebook liefert die Zeichenressourcen und den Rahmen der Kommunikation, die Dramaturgie. Die Marke liefert die Inszenierung durch Wording, Ansprache der Fans (Du/Sie, Einzahl/Mehrzahl, Höflichkeitsfloskeln etc.), die Bildwelt in Profilbild, Minibild, Tabs, Bildleiste und bei den Postings sowie durch die Themen, den Content-Mix. Die Darstellung des WER ist eines der schwierigsten Unterfangen, wenn man Marken auf Facebook managen möchte.
Dies zeigt sich auch im oben dargestellten Bild. Die Inszenierung bestimmt die Rituale.
Gibt es eine Typologie der Facebook-UserInnen – folgt man aus unterschiedlichen Motiven?
Die Studie brachte deutliche Unterschiede bei den Fans und deren Motiven, eine Fanpage zu liken, hervor. Die 4 Typen unterscheiden sich in ihrer Einstellung zur Produktkategorie, der Markennähe, ihrer Einstellung zu Facebook und damit auch ihrem Kommunikationswert für die Marke. Die 4 Typen manifestieren sich je nach Marke (und Positionierung) anders und müssen in ihren Motiven, Wünschen, Erwartungen und Bedürfnissen für die jeweilige Marke analysiert werden, um sie zielführend anzusprechen.
Die Ansprache aller Typen ist entscheidend für den Markenerfolg auf Facebook:
Ist es möglich, auf Facebook als Marke eine unique Positionierung zu kreieren?
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Studiendesign:
Methoden-Mix aus Semiotischer Diskursanalyse und 4 Creative Workshops mit Fans der Austrian Airlines Fanpage.
Durchführung der Pilotstudie: Juli bis September 2011.
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Links:
Auszug aus den Studienergebnissen.
Vortrag von Charlotte Hager: “Profiling: motivorientierte Ansprache auf Facebook“, buzzattack 2011, Konferenz zum Thema “Digitale Markenführung” am 13.10.2011.
ambuzzador Marketing GmbH.
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