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Unsere befragten Unternehmen befinden sich in ganz unterschiedlichen „Organisations-Entwicklungs-Stadien“:
Vorreiter-Unternehmen nutzen auch die so gewonnenen Insights der Fans. Das Schweizer Handelsunternehmen Migros setzt auf die eigene Plattform www.migipedia.ch für Produktbewertungen seiner Kunden. Dieses Feedback fließt zusammen mit der aktiven Beobachtung von Foren und Blogs in die Verbesserung von Angeboten ein.
In Stufe 5 haben wir noch keines der Unternehmen identifizieren können. Die scheint die Zukunft zu sein – wenn Social Business Alltag ist und Organisationen sich entsprechend umorganisiert haben. Was den meisten Unternehmen fehlt: Monitoring, die Messung von KPIs, stärkere Einbindung von CRM, Customer Service, Fachabteilungen, HR, Sales etc. und die schnelle und effiziente Kommunikation in der Krise.
Für Unternehmen und Marken ergeben sich in Social Media große Chancen, die Marke noch stärker zu repräsentieren und die Kommunikation zu lenken. Über Marken wird gesprochen – ob man will oder nicht. Ist man selbst dabei, kann man die Stimmungslage beeinflussen und weiß, welche Themen rund um die Marke beschäftigen.
Social Media eröffnen neue Gesetze der Kommunikation und des Marketing. Aus den Erkenntnissen der Dialoge entwickelten wir ein Social Fitness Modell, das zeigt, wie Marken agieren müssen, um einen entsprechenden Business Impact zu generieren.

Das Modell zeigt, welche Aufgaben Marken erfüllen müssen:
Die 3 Säulen wirken sich direkt (Promise) bzw. indirekt über Content und Service (Commitment & Caring) auf die (Social) Likeability aus. Content und Service sind dabei vor allem wesentlich im Bereich Social Media – wie behandle ich meine Fans und welchen Conten biete ich ihnen im direkten Dialog?
Die (Social) Likeability ist damit die Summe aller Erfahrungen, die man direkt oder indirekt mit der Marke gemacht hat und macht. Diese hat einen enormen Einfluss auf die vier Fächer: Sales, Buzz Potenzial, Employer Branding und Crowd Research. Denn umso höher die Likebility, desto mehr wird sich die Marke verkaufen, desto größer ist die Markenloyalität und damit auch die Bereitschaft, die Marke weiterzuempfehlen, desto höher ist das Involvement der Mitarbeiter und auch der Wunsch anderer, bei der Marke tätig zu werden und auch die Bereitschaft der Kunden oder Interessenten steigt, an Fragestelleungen der Marke/des Unternehmens teilzunehmen.
Der Fächer zeigt deutlich, wie wichtig es ist, dass die Organisationseinheiten eng zusammenarbeiten, um gemeinsam Themen des Unternehmens voranzubringen.
Die Folge steigender Social Likeability sind neben der Ausbildung von Markenbotschaftern eine Steigerung des Involvements und der Markennähe. Die ist vor allem für Unternehmen wesentlich, die im Bereich von No oder Low Involvement angesiedelt sind. Sie haben mit mehr Social Fitness die Chance, in höhere Involvementstufen zu gelangen. Voraussetzung: Die Bedürfnisse und Themen erkennen und in Content und Service einfließen lassen und umsetzen. Dann schließt sich der Kreislauf und die Likeabilty erhöht sich.
Wer im Unternehmen im Lead of Social Communication sein sollte, zeigt sich an der folgenden Grafik der unterschiedlichen Markentypen:

Hier geht’s zum Download der Studie.
Artikel zum Thema auf werbeplanung (29.11.2012)
Artikel zum Thema im WirtschaftsBlatt (29.10.2012)
]]>Diese und andere Fragen hört man immer wieder, wenn es um das Thema Markenführung auf Facebook geht. Was ist der Schlüssel zu einer guten Brand Page? Und muss bzw. kann jede Marke seine Fans in gleicher Art und Weise ansprechen?
Diesen Fragen sind wir als Institut für Marktdiagnosen, spezialisiert auf Profiling und Semiotische Analysen, im Auftrag der führenden Buzzmarketing Agentur Österreichs – ambuzzador – nachgegangen.
Als Unternehmen muss man sich immer die Frage stellen, wie weit es Sinn macht, auf Facebook präsent zu sein und wenn ja, in welcher Form. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, eine Fan-Page aufzubauen. Dies hängt vor allem von dem Markenwerten und der Kommunikationspolitik der Marke ab. Im Zuge der Studie haben wir 4 Fanpage-Typen identifiziert.
Die Fanpage-Typen haben unterschiedliche Funktionen in der Kommunikation der Marke. Für welchen Typ sic ein Unternehmen entscheidet, hängt von der Zielrichtung und den Themen der Marke ab.
Zu Beginn der Facebook-Studie haben wir drei Forschungsfragen aufgestellt, die im Folgenden beantwortet werden:
Gibt es in Facebook eigene kommunikative Rituale und Codes?
Marken befinden sich im Spannungsverhältnis zu Facebook. Es stellt sich immer die Frage, wie man die Marke auf dieser speziellen Kommunikationsplattform richtig inszeniert, um glaubwürdig und authentisch wahrgenommen zu werden. Die Botschaften im richtigen Wording und Kontext sind entscheidend.
Marken, die sich nicht im gleichen Werteraum wie Facebook befinden, müssen ihre Werte entsprechend inszenieren – also ihren Stil in Bild und Text entsprechend vermitteln. Dies ist kein leichtes Unterfangen. Dabei passiert es vielen Unternehmen, dass sie ihre Markenwerte vernachlässigen und sich zu sehr an Facebook anpassen – die Marke verliert “ihr Gesicht”. Brand und Social Brand positionieren sich in zwei verschiedenen Werteräumen. Der Auftritt wirkt gekünstelt und nicht authentisch. Die Marke verliert an Glaubwürdigkeit.
Facebook liefert die Zeichenressourcen und den Rahmen der Kommunikation, die Dramaturgie. Die Marke liefert die Inszenierung durch Wording, Ansprache der Fans (Du/Sie, Einzahl/Mehrzahl, Höflichkeitsfloskeln etc.), die Bildwelt in Profilbild, Minibild, Tabs, Bildleiste und bei den Postings sowie durch die Themen, den Content-Mix. Die Darstellung des WER ist eines der schwierigsten Unterfangen, wenn man Marken auf Facebook managen möchte.
Dies zeigt sich auch im oben dargestellten Bild. Die Inszenierung bestimmt die Rituale.
Gibt es eine Typologie der Facebook-UserInnen – folgt man aus unterschiedlichen Motiven?
Die Studie brachte deutliche Unterschiede bei den Fans und deren Motiven, eine Fanpage zu liken, hervor. Die 4 Typen unterscheiden sich in ihrer Einstellung zur Produktkategorie, der Markennähe, ihrer Einstellung zu Facebook und damit auch ihrem Kommunikationswert für die Marke. Die 4 Typen manifestieren sich je nach Marke (und Positionierung) anders und müssen in ihren Motiven, Wünschen, Erwartungen und Bedürfnissen für die jeweilige Marke analysiert werden, um sie zielführend anzusprechen.
Die Ansprache aller Typen ist entscheidend für den Markenerfolg auf Facebook:
Ist es möglich, auf Facebook als Marke eine unique Positionierung zu kreieren?
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Studiendesign:
Methoden-Mix aus Semiotischer Diskursanalyse und 4 Creative Workshops mit Fans der Austrian Airlines Fanpage.
Durchführung der Pilotstudie: Juli bis September 2011.
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Links:
Auszug aus den Studienergebnissen.
Vortrag von Charlotte Hager: “Profiling: motivorientierte Ansprache auf Facebook“, buzzattack 2011, Konferenz zum Thema “Digitale Markenführung” am 13.10.2011.
ambuzzador Marketing GmbH.
]]>Gerade beim Nutzungsverhalten zeigt sich, dass sich junge Menschen in Communities anders “bewegen” als ältere. Während sich die bis 24-Jährigen mehr auf Fanpages aufhalten, durchs Netz navigieren und nur selten die Beiträge anderer kommentieren, legen die über 35-Jährigen ein ganz anderes Verhalten an den Tag: Sie beobachten, was auf der Pinwand in facebook passiert – sie warten ab, sie suchen gezielt fanpages auf, um zu sehen, was es Neues gibt. Sie wollen auch kommunizieren, sie kommentieren und diskutieren.
Digital Natives haben gelernt, anders zu kommunizieren. Es ist das schnelle Schicken von Meldungen – eine Relaktion wird oft gar nicht erwartet. Es geht vielmehr um die Selbstdarstellung, als um den Austausch. Es muss alles viel schneller gehen, die fanpages müssen auch weitaus mehr bieten (Multimedia, exklusive Inhalte etc.). Digital Immigrants – die über 35-Jährigen – hingegen, wollen in Social Media so kommunizieren, wie sie es auch im realen Leben gewohnt sind: Sie wollen eine Antwort auf ihre Fragen. Sie warten, bis “Post”kommt, also jemand etwas postet, auf das sie dann reagieren können oder nicht. Älteren geht es nicht um die Selbstdarstellung, es geht ihnen um den Austausch mit anderen – wie sie es auch bisher in der Face to Face Kommunikation gewohnt waren.
Lesenswert zu diesem Thema der veränderten Kommunikation ist auch der Artikel von Mac Prensky “Digital Natives, Digital Immigrants”. So wird dort auch Folgendes zitiert: “Different kinds of experiences lead to different brain structures, “ says Dr. Bruce D. Perry of Baylor College of Medicine. Und Prensky schreibt weiter: “There are hundreds of examples of the digital immigrant accent. They include printing out your email (or having your secretary print it out for you – an even “thicker” accent); needing to print out a document written on the computer in order to edit it (rather than just editing on the screen); and bringing people physically into your office to see an interesting web site (rather than just sending them the URL). I‟m sure you can think of one or two examples of your own without much effort. My own favorite example is the “Did you get my email?” phone call. Those of us who are Digital Immigrants can, and should, laugh at ourselves and our “accent”.”
Unsere Studie belegt dieses Verhalten auch in Bezug auf die Erwartungen der facebook-UserInnen und deren Nutzung. Junge Menschen saugen Wissen aus unterschiedlichen Kanälen ab, sie sind aktiv. Immigrants werden fan und warten auf Informationen.
Nicht nur die Art der Kommunikation hat sich verändert, sondern auch die Geschwindigkeit: Jüngere steigen öfters am Tag ein und verbringen weitaus mehr Zeit in den Social Communities als ältere – sie sind unterwegs und aktiv, sie suchen nach für sie relevanten Dingen. Natives sind kritischer, was die Auswahl von fanpages anbelangt: Sie müssen sich vielmehr persönlich angesprochen fühlen als Immigrants. Immigrants trachten nach laufenden Neuigkeiten und nach einer guten Serviceleistung.
In Zukunft gilt es, sich noch mehr auf seine Zielgruppen und deren Kommunikationsverhalten einzustellen. Nicht jeder User von Social Media ist gleich! Es geht darum, deren Sprache zu sprechen und auf ihre Bedürfnisse und Erwartungen einzugehen.
Ihre Charlotte Hager von comrecon°.
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Marc Prensky: Digital Natives, Digital Immigrants, On the horizon, 2001
Social Media Studie 2010, comrecon° im Auftrag von ambuzzador
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